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Ladeinfrastruktur fachgerecht prüfen - Von der Wallbox bis zum Elektroauto

Elektromobilität gehört mittlerweile in vielen Unternehmen ganz selbstverständlich zum Alltag. Wir selbst „stromern“ bereits seit dem Jahr 2020 erfolgreich durch den Alltag und sammeln dabei natürlich auch viele praktische Erfahrungen rund um Ladeinfrastruktur und elektrische Sicherheit.

In Gesprächen mit Seminarteilnehmern, Kunden und Interessierten fällt uns dann doch immer wieder auf, dass vielen Fahrzeugnutzern, Fuhrparkleitern, technischen Verantwortlichen und sogar Elektrofachkräften gar nicht vollständig bewusst ist, dass nicht nur das Fahrzeug selbst geprüft werden muss. Stichwort Hauptuntersuchung und UVV. Neben der Hauptuntersuchung und UVV betrifft die Prüfpflicht eben auch das Ladeequipment zum Fahrzeug sowie die vielleicht auch auf dem Firmengelände eingesetzten Wallboxen und die den Fahrzeugen beiliegenden mobilen Ladelösungen.

Ja, oft werden Ladekabel, mobile Ladeeinrichtungen oder Wallboxen lediglich oberflächlich geprüft oder es erfolgt nur eine klassische DGUV-Prüfung der Eingangsseite und nur die UVV-Prüfung am Fahrzeug, die oftmals nicht mehr als eine Sichtprüfung darstellt. Das klingt zunächst ordentlich., reicht technisch und auch rechtlich aber nicht aus.

Warum? Weil die elektrische Sicherheit nicht am Einspeisepunkt endet. Entscheidend ist auch die Ausgangsseite zum Fahrzeug hin. Dort zeigen sich im Fehlerfall die wirklich relevanten sicherheitstechnischen Themen. Dazu gehören beispielsweise die Funktion der elektrischen Schutzmaßnahmen, Fehlerstromerkennungen, der Zustand von Steckvorrichtungen und Ladekabeln, die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladeeinrichtung, Codierungen von Ladekabeln, das Verhalten bei Fehlern oder Defekten und die sicheren Abschaltbedingungen unter Last.

Wer ausschließlich die Eingangsseite prüft, kann letztlich keine belastbare Aussage über die elektrische Sicherheit des kompletten Ladestromkreises treffen. Insbesondere nicht bei Defekten am Fahrzeug, am Ladekabel oder an der Ladeeinrichtung selbst. Insbesondere bei mobilen Ladelösungen sehen wir in der Praxis teilweise erhebliche Unterschiede bei der Prüftiefe. Leider manchmal auch echte Sicherheitslücken. Eine fachgerechte Prüfung von Ladeinfrastruktur bedeutet deshalb deutlich mehr als nur Sichtprüfung, kurzer Funktionstest oder „DGUV erledigt“. Erforderlich sind passende Prüfmittel, geeignete Messverfahren und vor allem ein fundiertes Verständnis für moderne Ladeeinrichtungen und deren Besonderheiten.

Am Ende geht es nicht um reine Dokumentation oder Zettelwirtschaft. Es geht um Betriebssicherheit, Haftung und vor allem um den Schutz von Menschen und Sachwerten. Unser Ziel ist es, diese Informationen zu den Verantwortungsträgern zu kommunizieren, praxistaugliche Lösungsvorschläge zu liefern und den fachlichen Kompass auszurichten.

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