
Schulung und Zertifizierung zum Certified IPC Specialist nach IPC-A-610 „Abnahmekriterien für elektronische Baugruppen“
- Voraussetzungen: Neben einer persönlichen Eignung benötigen die Teilnehmenden Kenntnisse in der Fertigung, Bestückung und Montage von Elektronikbaugruppen.
- Grundlage:

MEA Professional Training GmbH & Co. KG ist gemäß dem IPC-A-610-Standard (Abnahmekriterien für elektronische Baugruppen) als qualifizierter Trainer zertifiziert. Diese Zertifizierung genießt Anerkennung, Legitimität und Nutzen in der gesamten Elektronikindustrie.
Als „Global Electronics Association“ tritt die Organisation künftig weltweit als Interessenvertreter der Elektronikindustrie auf und stärkt ihre Rolle als internationaler Standardgeber sowie als Partner von Wirtschaft, Politik und Bildung.
Die Bezeichnung „IPC“ bleibt weiterhin als Marke für Industriestandards, Richtlinien und Zertifizierungen erhalten. Dies betrifft insbesondere die Standards im Bereich der Produktzuverlässigkeit, wie etwa die IPC-A-610. Diese Norm ist zunehmend Bestandteil von Lieferanforderungen und gilt in der internationalen Elektronikindustrie als maßgeblicher Standard für die Abnahmekriterien elektronischer Baugruppen in der THT- und SMT-Fertigung – dargestellt in Text und Bild.
Die Schulung und Zertifizierung von Mitarbeitenden nach der IPC-A-610 gilt als anerkanntes Qualitätsmerkmal und findet branchenübergreifend bei Auftraggebern, Herstellern und Lieferanten ein hohes Maß an Akzeptanz und Legitimität.
- Inhalte:
Die Weiterbildung und Zertifizierung zum IPC-A-610 CIS ist in einer modularen Schulung mit insgesamt 7 Modulen aufgebaut. Das Modul 1 ist ein Pflichtmodul und wird mit einer Prüfung in einem Online-Portal abgeschlossen. Alle weiteren Module sind Optionen bei denen allerdings teilweise mehrere Module miteinander kombiniert werden müssen bzw. in Abhängigkeit voneinander stehen.
Kurzüberblick:
Modul 1
- Allgemeines
- Anwendbare Dokumente
- Handhabung elektronischer Baugruppen
Modul 2
- Lötstellen
- Hochspannungskriterien
Modul 3
- Bauteilbeschädigungen
- Leiterplatten und Baugruppen
Modul 4
- Anschlüsse
Modul 5
- Durchsteckmontage – Technologie
- Drahtbrücken
- Drahtverlegung
- Drahtfixierung
- Draht-Anschlüsse
Modul 6
- Oberflächenmontierte Baugruppen
- Drahtbrücken
- Drahtverlegung
- Drahtfixierung – Kleber oder Klebeband
- Anschlüsse
Modul 7
- Montage- und Befestigungsteile
Ihr Vorteil
Das Zertifikat stellt eine anerkannte Qualitätsauszeichnung für Mitarbeitende und Unternehmen dar. Es dokumentiert die Güte und Zuverlässigkeit Ihrer Produkte und unterstützt zugleich die Einhaltung von Anforderungen innerhalb definierter Lieferkriterien. Darüber hinaus verschafft das Zertifikat Ihrem Unternehmen Vorteile im Wettbewerb sowie bei der Kunden- und Auftragsgewinnung. Durch die konsequente Anwendung der Norm können im Produktionsprozess langfristig Kosten und Fertigungszeiten reduziert werden.
- Zielsetzung:
Die Schulung und Zertifizierung zum IPC-A-610 Certified IPC Specialist (CIS) vermittelt den Teilnehmenden die Fähigkeit, zulässige und unzulässige Baugruppen sicher zu unterscheiden. Sie lernen, wann und warum Baugruppen akzeptiert oder abgelehnt werden sollten, und gewinnen dadurch Sicherheit bei der Bewertung der Qualität elektronischer Baugruppen. Hersteller und Lieferanten profitieren von dieser Qualifizierung, da geschulte Mitarbeitende klar definierte Qualitätskriterien einheitlich anwenden können. Dies ermöglicht eine gleichbleibend hohe Produktqualität, stärkt die Kundenbindung und trägt zugleich zur Optimierung der Produktionskosten bei.
- Zielgruppe:
- Produktionsmitarbeiter:innen aus dem Bereich Baugruppenfertigung der Elektronik
- Fertigungs- und Produktionsleiter:innen
- Anwender:innen der Elektronikfertigung
- QS-Mitarbeiter:innen und Inspektor:innen
- Verantwortliche Mitarbeiter:innen und Führungskräfte, die den Einfluss der Produktqualität auf das Gesamtprodukt und fortwährende Prozesse bewerten müssen
- Prüfung:
Ein Zertifikat zum IPC-A-610 Certified IPC Specialist (CIS) erhalten alle Teilnehmenden nach erfolgreichem Bestehen der jeweiligen Modulprüfungen. Voraussetzung ist, dass mindestens 70 % der Fragen innerhalb eines Moduls richtig beantwortet werden. Während der Prüfung darf das IPC-A-610-Dokument als Referenz verwendet werden. Die Prüfungen erfolgen gemäß den Vorgaben der IPC. Seit 2018 sind alle Prüfungen über die Online-Plattform IPC EDGE 2.0 abzulegen. Für die Anmeldung zur Online-Prüfung wird von jedem Teilnehmenden eine eindeutige E-Mail-Adresse (geschäftlich oder privat) benötigt, da nur so eine individuelle Registrierung möglich ist.
Zertifikat und Zertifizierung
Das Zertifikat besitzt ab dem Ausstellungsmonat eine Gültigkeit von 24 Monaten und wird international anerkannt. Zur Aufrechterhaltung der Zertifizierung muss der Zertifikatsinhaber an einer Re-Zertifizierung teilnehmen. Diese ist innerhalb von sechs Monaten vor Ablauf der Gültigkeit zu absolvieren.
Rezertifizierung
- Variante 1: 3 Tage Training und Rezertifizierung (alle Module) in Präsenz
- Variante 2: 1 Tag Rezertifizierung durch „Challenge Test“ (nur Ablegen der Prüfungen) in Präsenz
- Variante 3: 1 Tag Rezertifizierung durch „Remote-Proctoring“-Verfahren online (Fernüberwachung) - Achtung: nur bedingte Hilfestellung durch den Trainer telefonisch möglich
Seminarinformationen
Veranstaltungsort: Trainingszentrum Kesselsdorf, Inhouse
Termine: 09.03.-11.03.2026 | 11.05.-13.05.2026 | 23.11.-25.11.2026 | flexibel auf Anfrage
Seminardauer: 3 Tage Training und Zertifizierung (alle Module), 1 Tag Zertifizierung durch „Challenge Test“ (nur Ablegen der Prüfung)
Abschlussart: IPC-A--610 CIS-Zertifikat
